Die Nutzfahrzeugproduktion
Im Jahr 1909 wurde bei Opel die LKW-Produktion aufgenommen und 1910 die ersten Nutzfahrzeuge als leichte LKW ausgeliefert. Zuerst allerdings nur mit 1,5 t und 1911 mit 3,5 t Nutzlast, die auch als Heeres-LKW mit 30 PS sehr erfolgreich wurden. Dieser LKW hatte bei der kaiserlich-russischen Subventionsfahrt den großen Test bestanden. Dieser LKW-Typ wurde auch als Omnibus gefertigt. Bei einem verheerenden Brand im Opelwerk wurde dieser Typ auch als Feuerwehr-LKW bis 1918 gebaut. Während des ersten Weltkriegs wurde zusätzlich ein LKW mit 4,5 t Nutzlast gebaut. Im Werk Rüsselsheim wurden zwischen 1915 und 1918 mit über 4.000 Beschäftigten 4.453 Lastwagen, 2.391 Personenkraftwagen und zirka 6.000 Flugzeugmotoren nach BMW-Lizenz hergestellt.[3] Wegen der französischen Besatzung am 12. Dezember 1918 musste zunächst der Nutzfahrzeugbau vorübergehend eingestellt werden. Danach wurden die LKW mit großvolumigen Motoren (6,2 l) mit bis zu 50 PS in geringen Stückzahlen weitergebaut. Im Inflationsjahr 1923 musste die LKW-Produktion vollständig eingestellt werden. Erst 1927 baute Opel wieder kleine LKW, als sogenannte Schnellastwagen mit bis zu 2,5 t Nutzlast, die nun auch Luftreifen und eine Vierradbremse besaßen. Im Jahr 1931 übernahm General Motors das komplette Opelwerk und ein neues LKW-Programm entstand mit dem berühmt gewordenen Opel Blitz.[4] Da ein großer Teil der LKW-Produktion an die deutsche Wehrmacht ging und damit als kriegswichtig galt, errichtete Opel in Brandenburg ein neues Werk, das Luftangriffen weniger ausgesetzt war, als das Stammwerk in Rüsselsheim. |